Gerührt – nicht geschüttelt: Wie Big Data auf unsere Emotionen zielt

Datenhand

Schon wieder so ein eingedeutschter Begriff. Für den Normalsterblichen klingt das Ganze überdimensional, ungreifbar und fremd.(Bild: www.pixel-pool.net)

Ist Ihnen bewusst, dass Sie ein Teil davon sind?

Der Datenmensch und das Hotelmarketing

In immer schnelleren Schritten entkoppelt sich die tatsächliche Nutzung und Produktion von Daten durch Menschen von der Marketingrealität. Der Datenmensch von heute produziert ein dichtes Netz aus persönlichen Daten, die von der Hotellerie vielfältig genutzt werden könnten. In Zukunft wird dieses Netz auch mit der Offline-Welt verbunden sein. Ob Gesundheit, Fitness, Ernährung oder mentales Wohlbefinden – Urlaub, Kurzurlaub. In diesem Spannungsfeld suchen Hoteliers und Gastronomen nach Antworten:

Digital Analytics: Die Nutzung von Daten ?

Integriertes Multichannel Marketing ?

Automatisiertes Online-Marketing durch Big Data Einsatz ?

Visual Storytelling mit Big Data-Analysen?

(Big) Data Analytics unserer potentiellen Kunden - Neue Möglichkeiten und der Einstieg für jeden ?

Wie muss mein Hotel mit diesen Datenmenschen sprechen, was müssen Sie ihnen bieten?

Jedes Mal, wenn wir auf dem Navi eine Adresse eingeben, mit unserem Tablet online shoppen, einen Link öffnen, einen Beitrag in einem sozialen Netzwerk posten oder zur Bonuskarte greifen, werden unsere Daten erfasst und verarbeitet. Viele der erfassten Daten sind dabei wichtige persönliche Informationen. Was essen wir am liebsten, wo sind wir gerade, mit wem sind wir unterwegs, planen wir einen Urlaub, usw..

Wie oft haben sie schon persönliche Informationen von sich preisgegeben?

Schauen sie doch mal ihren Verlauf auf Google an, wie viele und welche Seiten sie in letzter Zeit besucht haben. Prognosen besagen, dass das digitale Universum im Jahr 2020 40 Zettabyte erreichen wird – das entspricht nach Schätzungen der Forscher 57 Mal der Menge an Sandkörnern aller Strände der Erde. Können sie sich das vorstellen?

Daumen hoch!

Social Media, Online-Verkauf, moderne IT und jede Menge Dashbords – vom Gastronomen bis zum Start-up-Hotel kommt kaum ein Unternehmen an der Digitalisierung seines Geschäfts vorbei. Trotzdem fehlt vielen Hoteliers und Gastronomen in der Privathotellerie die richtige Strategie.

Big Data: Hinfallen, aufstehen, weitermachen

Kampagnen auf Facebook, Twitter und Co., Newsletter, Homepage, Google AdWords, Google Aanalytics, eigene Datenbanken und –systeme … Hoteliers und Gastronomen, die mit Big Data geschickt umgehen, können am Ende als Gewinner dastehen – 1 Milliarde potenzielle Kunden!

“Mein Betrieb ist für so was viel zu klein und das kostet sicher sehr viel Geld“.

JudasohrNein! Es kostet sie nicht viel Geld, aber es kann ihnen jede Menge Geld bringen und sobald sie nur einen Gast haben, sind sie groß genug! Gerade durch den sehr persönlichen Kontakt mit den Gästen erfahren sie viel über den Menschen. Leider gehen diese Informationen zumeist nach dem „zwei-Ohren-Prinzip“ verloren, bei der einen Seite rein und bei der anderen raus. Mit Ihrem Wissen können Sie Angebote individuell passend auf die Wünsche des Einzelnen verpacken und, mit den Sehnsüchten Ihrer Gäste gespickt, zielgerichtet Ihre pozentiellen Kunden abholen.Eine Social-Media Seite ist wie ein Bandauftritt: „Ohne Fans geht es nicht“. (Bild: Manfred Altgott, fotocommunity-user 1272547)

Privathoteliers trödeln bei BIG Data

Der High-Tech-Standort Deutschland ist im Verzug: Viele Hoteliers und Gastronomen hadern mit der Digitalisierung oder verkennen noch ihre Bedeutung. Das könnte sich schon bald rächen, fürchten Experten.

Google AdWords?

Google AdWords ist eine tolle Möglichkeit, sehr zielgerichtet Werbung zu machen. Von der einfachen Anzeige bis zur „Stalker-Werbung“ ist dort einiges möglich. Ein Beispiel dafür ist Zalando. Wenn Sie dort schon einmal etwas gesucht haben, ist Ihnen sicher aufgefallen, dass Ihnen immer wieder passende Werbungen angezeigt worden sind. Ihre „Wünsche“ haben sie sozusagen verfolgt.

Personalisierte Homepage

Oder was halten sie von einer personalisierten Homepage? Bei dieser kann sich der Kunde mit seinem Social Media Account anmelden. Dadurch personalisiert sich die Seite auf den jeweiligen User und was gibt es schöneres, als mit dem Namen angesprochen zu werden. Die hohe Schule ist es dann, wenn die Homepage auf die hinterlegten Daten der Social Media Plattform zugreift, um die Angebote passend  zu den Kundeninformationen zu sortieren. So erscheint bei einem Paar zum Beispiel das Kuschelwochenende ganz oben und die Familien und Singelangebote rutschen nach unten. 

Big Data - Hochspannung ist hier normal

Mit Hilfe von Big Data wird die Kommunikation mit dem Gast zum „Magic Moment“ und damit die Kundenbindung gesteigert. Als Instrument im Direktvertrieb unterstützt es die Neukundenakquise, die Steigerung der Auslastung sowie die Optimierung der Gewinnspanne, verstärkt Ihre Dienstleistungsqualität, beobachtet Ihre Mitbewerber und… und….

„Verrechnet!“ Nein geht voll auf:  Big Data

Welche Social Media-Posts und Kampagnen aus Networks und Blogs sind bei Ihnen in der letzten Zeit spontan hängengeblieben? Warum?? Weil’s besonders witzig war? Besonders neu-und-nie-dagewesen? Besonders schockierend? Oder weil’s einfach eine gute Story war, deren Message sich in Ihr Gehirn gewunden hat? Mit Protagonisten, Emotionen, einem Konflikt vielleicht, den es zu überwinden galt? Einer starken Message?

Tütü, Tata – Big Data das „Ermöglicherschema“

Es wird in jedem Fall spannend sein zu beobachten, wie die Versuche, von Big Data zu erzählen, ausfallen werden. Dass es sie geben wird und dass sie berechtigt sind, steht für mich außer Frage. Doch wie entwickelt man Big Data, die den inhaltlichen, technischen und wirtschaftlichen Anforderungen unseres digitalen Zeitalters gerecht wird?

Wie funktioniert die Generierung von Kundennutzen aus Big Data?

Wie bindet man die potenziellen Kunden mit ein, um sie nachhaltig für unser Hotel zu interessieren?

Und wie kann Big Data zugleich auch funktionierende Geschäftsmodelle unterstützen?

Wir bewegen uns in einem neuen digitalen BIG DATA Raum, in dem sich Hoteliers oder Gastronomen genauso anders und neu bewegen müssen, wie die Werbetreibenden, die weiterhin Menschen mit ihren Botschaften erreichen möchten.

Ist Aussitzen von BIG DATA existenzgefährdend? Tut man YouTube, Facebook, Buzzfeed Unrecht, wenn man sie als neue mediale Wundertüte beschreibt?

Ich denke, BIG DATA entwickelt sich Tag für Tag weiter und die Chancen und auch die Grenzen werden durch Innovationen permanent neu ausgelotet. Langsam wird es jedoch auch für die zögerlichsten Marktteilnehmer Zeit umzudenken, sich radikal neu aufzustellen und altes Denken über Bord zu werfen oder was meinen Sie?

 

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