Newsletter und E-Mail-Marketing in der Hotellerie und Gastronomie – ein „veraltetes“ Thema? Teil I

Newsletter/E-Mail-Marketing in der Hotellerie und Gastronomie – ein „veraltetes“ Thema? Teil I

E-Mail-Marketing Teil I: Grundregeln für den Erfolg!

Punktgenau und absolut zielorientiert – das ist E-Mail-Marketing in der Hotellerie und Gastronomie. Doch es gibt, bevor es zur Gestaltung kommt, einige Grundregeln zu beachten. Hoteliers und Gastronomen haben es in ihrer Gestaltungs- und Umsetzungshand, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Der Newsletter ist das erfolgreichste Werbe- und Verkaufsinstrument im Online-Bereich. Daher lohnt es sich bestimmt, sich damit auseinander zu setzen!

Newsletter-Zustimmung des Gastes erhalten
Zustimmung erhalten

Bevor wir jedoch vom Erfolg eines Newsletter, bzw. E-Mail-Marketing sprechen, gibt es einige Grundregeln, die es zu beachten gilt. Denn E-Mail-Marketing ist Permission Marketing. Erläuterung: Unter Permission Marketing versteht man den Werbe- oder Informationsversand mit der ausdrücklichen Erlaubnis (Permission) des Kunden. (Quelle: Wikipedia: Permission Marketing)

Doch wie schaffen Sie es, die Zustimmung des potentiellen Gastes zu erhalten? Nun, indem Sie Resonanz und Relevanz erzeugen! Durch:

  1. Verstehen des potentiellen Gastes und seiner Wünsche (Ist Ihre Positionierung eindeutig und scharf genug?)
  2. Echten Nutzen kommunizieren (Warum soll der Gast gerade zu Ihnen kommen und was ist der Mehrwert?)
  3. Einen kurzen Registrierungsprozess (nicht unnötig viele Daten abfragen!)
  4. Transparenz, heißt, die Angst vor Datenmissbrauch nehmen!
  5. Brauchbare Adressdaten gewinnen
  6. Landingpages einsetzen
  7. Beachten von rechtlichen Rahmenbedingungen.

Ich gehe gerne mit Ihnen auf die einzelnen Punkte im Folgenden ein.

Den potentiellen Gast verstehen und Newsletter-Nutzen kommunizieren

Wie ist das bei Ihnen? Wann abonnieren Sie einen Newsletter? Ich hab nur wenige Newsletter abonniert. Doch die lese ich. Warum? Weil sie mir einen Wert bieten: entweder sind es relevante Informationen, die ich für mich und meine Aktivitäten benötige, oder sie inspirieren mich und führen mich zu Handlungen, bzw. zum Kauf.

Und genau so geht es sicherlich auch anderen Menschen und wahrscheinlich auch Ihnen. Daher ist es außerordentlich wichtig, sowohl die Bereitschaft eines Newsletter-Abonnements zu erkennen, als auch die Inhalte des E-Mail-Marketings mit den Augen des Gastes zu sehen:

  1. Inhaltliche Relevanz: welchen Wert/Nutzen hat ein potentieller Gast aus der Kommunikation mit Ihnen? Z.B. Sonderangebote nur für Stammgäste, Gutscheine/Rabatte für Vielbucher etc.
    Um den Reiz noch weiter zu erhöhen, können Sie auch Wert-Gutscheine (z.B. 30,-- €/Flasche Wein zum Abendessen beim nächsten Aufenthalt etc.) und/oder Rabatte auf bestimmte Angebote/Arrangements anbieten.
  2. Maßgeschneiderte Mails auf die persönlichen Präferenzen ausgelegt. Z.B. Wander-Newsletter mit den passenden Inhalten zur richtigen Zeit(Alles rund um´s Wandern)
  3. Exklusive Inhalte/Angebote nur für Newsletter-Abonnenten kommunizieren, um das Nutzenversprechen zu erhöhen und damit die Bereitschaft zum Abonnieren anzuregen.
  4. Ist Ihr Gast bereits Newsletter-Empfänger, so achten Sie unbedingt darauf, dass Sie ihm auch die für ihn relevanten Informationen und Angebote senden, und er nicht mehr selbst recherchieren muss.

Hürde „Registrierungsprozess“ – Wie brauchbar gestalten?

Registrierungsprozess Newsletter und eMail-Marketing
Keine Hürden (fotolia/prostoira777)

Auch das kenne ich – es klingt zuerst Mal alles interessant und ich will mehr. Also will ich mich beim Newsletter anmelden. Und werde misstrauisch. Was man alles von mir wissen will in diesem Registrierungsformular!!! Nein, dann doch lieber nicht registrieren! Geht es Ihnen auch so? Und vielleicht sogar Ihren Gästen?

Dann lesen Sie hier einige Tipps, worauf es ankommt:

  1. Regel für das Registrierungsformular (Opt-In-Formular): so einfach wie möglich, so viel wie nötig. Heißt, nur die notwendigsten Daten sollten abgefragt werden (nur E-Mail-Adresse und möglicherweise noch Anrede und Name).
  2. Wenn Sie die Adress-Daten weiter individualisieren wollen (Präferenzen für bestimmte Leistungen und Angebote), sollte die Abfrage der Daten im späteren Dialogverlauf erfolgen – z.B. im Rahmen eines Willkommensanschreibens.
  3. Denken Sie auch an die Bestätigung der Registrierung per Double-Opt-In Mail. Die sollte sofort nach der Registrierung durch den Gast erfolgen. Der Bestätigungslink (nochmalige Bestätigung für den Newsletter) soll sofort ins Auge springen!

Die Sorge des Gastes um seine Daten. Zeigen Sie Transparenz!

Klar, will man einen Newsletter abonnieren, dann ist die E-Mail-Adresse bekanntzugeben! Normalerweise haben potentielle Gäste kein Problem damit, ihre Mail-Adresse mitzuteilen. Doch ist es ihnen außergewöhnlich wichtig zu wissen, was damit geschieht. Der Schutz der Daten ist ein sehr sensibler Aspekt.

Achten Sie daher darauf:

  • mitzuteilen, für was Sie die Daten verwenden werden.(z.B. ausschließlich für Ihren Newsletter)
  • zu kommunizieren, dass Sie die Daten nicht an Dritte weitergeben werden
  • den Nutzen darzustellen, den der Gast erhält, wenn er einen Newsletter abonniert, in welcher Regelmäßigkeit er kontaktiert wird und wie er seine Einwilligung wieder zurückziehen kann (Abmeldelink).

Brauchbare Daten gewinnen

Wussten Sie, dass potentielle Gäste mehrere Mail-Adressen haben, die sie unterschiedlich einsetzen? Viele haben eine Hauptmail-Adresse für die relevante Kommunikation, sowie mehrere weitere E-Mail-Adressen für z.B. Gewinnspiele etc.

Sie wollen sicherlich die „richtige“ Mail-Adresse von Ihren Gästen. Was also ist zu tun?

  1. Beachten Sie unbedingt den vorhergehenden Punkt „Transparenz“. Nehmen Sie Ihren Gästen unbedingt die Angst vor Datenmissbrauch. Damit ist die erste wichtigste „Hürde“ genommen.
  2. Motivieren Sie Ihre Gäste ihr Profil mit weiteren Angaben über ihre Person anzureichern (z.B. besondere Interessen im Urlaub, besonderes Interesse für bestimmte Angebote). Je mehr Sie über Ihre Gäste wissen, desto höher ist das Vertrauensverhältnis. Und dementsprechend ist Ihr Gast bereit Ihnen die für Sie brauchbare Mail-Adresse mitzuteilen.

Die können Sie, wie bereits erwähnt, in einer weiteren Mail, nach der Registrierung ausbauen.

Newsletter Registrierung als SEO-Booster

Ja, in der Tat können Sie durch die Implementierung einer eigens geschaffenen Landingpage für den Newsletter eine SEO-Optimierung für Ihre Homepage betreiben!

Eine eigene Landingpage „Newsletter“ bietet Vorteile:

  1. Sie kann zentrale Anlaufstelle „Newsletter abonnieren“ für alle anderen Online-Kanäle genutzt werden.
  2. Optimale Gestaltungsmöglichkeiten und damit auch vertrauensbildende Maßnahmen (siehe Transparenz und brauchbare Daten gewinnen). Dazu gehören:
    Call-to-Action-Elemente (Gutscheine, konkrete Vorteile und Nutzen)
    Detaillierte Beschreibung der Vorteile eines Newsletter-Abonnements
    Keine Ablenkung vom Nutzen eines Newsletters durch weitere Gestaltungselemente, wie Navigation und weitere Links
    Denken Sie bei der Gestaltung einer Landingpage an die Nutzung durch mobile Endgeräte (responsive).

Last but not least – die rechtlichen Rahmenbedingungen beachten

Double-Opt-In-Verfahren Newsletter
Double-Opt-In (fotolia/NicoElNino)

Sicher ist eines: E-Mail-Marketing ist Permission-Marketing. Also – ohne die Zustimmung des potentiellen Gastes geht gar nix!

Daher sind nachfolgend gelistete Punkte ein MUSS:

  • eine vollständige Datenschutzbelehrung
  • ein rechtssicherer Double-Opt-In-Prozess.

Sicherlich fragen Sie sich jetzt, wo Sie dieses relevante Thema weiter vertiefen können. Gerne können Sie kostenlos und unverbindlich einen Leitfaden dazu auf unserer Seminar-Akademie downloaden.

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Denn ich bin überzeugt von E-Mail-Marketing. Punktgenauer und zielgerichteter können Sie nach wie vor keine Gäste erreichen.

 

Herzlichst

Ihre

Brunhilde Fischer

 

PS. Teil II folgt!

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