Zuhause im Hotel

Frosch mit Koffer

Eine hohe Reisebereitschaft ist in vielen Berufsbildern heute eine Grundvoraussetzung. Der Aufenthalt im Hotel ist oft schon gewöhnlicher als die Nacht in den eigenen vier Wänden. Hundert bis zweihundert Nächte im Hotel sind für so manchen keine Seltenheit. Eine strikte Trennung zwischen Arbeit und Freizeit gibt es nicht. 45 Prozent aller, die berufsbedingt verreisen, arbeiten auch im Hotel weiter. Das ergab die Gästebefragung "FutureHotel" des deutschen Fraunhofer Instituts IAO.

Der Marktanteil der Businessgäste steigt stetig

Das Büro von heute passt in den Aktenkoffer. Es kommt, wann immer benötigt, unabhängig von Ort und Zeit zum Einsatz. Verträge werden online versendet, Meetings virtuell zwischen zwei Terminen abgehalten und Anschauungsmaterial ist für den Kunden durch den Laptop immer griffbereit.

Kennen Sie die Auswahlkriterien für ein Hotel?

Mehr als die Hälfte der Geschäftsreisenden bucht das Hotel nicht selbst. Häufig wird dies vom Sekretariat oder der Firmenzentrale übernommen.

Ihr Online-Auftritt ist ausschlaggebend für eine Buchung

Dabei werden circa zwei Drittel  der Aufenthalte online gebucht. Knapp 40 Prozent der Hotelbuchungen erfolgt über ein Hotelbuchungsportal, 22,5 Prozent über die Hotel-Website. Zentrale Entscheidungskriterien für ein Business-Hotel sind neben einer guten Lage auch ausreichend kostenfreie Parkmöglichkeiten. Zu den größten Ausschlusskriterien zählen neben teuren Extraleistungen unzureichende Arbeitsmöglichkeiten, unkomfortabel ausgestattet Zimmer sowie zeitintensive Check-ins und Check-outs.

Die enorme Flexibilität bringt veränderte Bedürfnisse mit sich

Das Hotel soll als Arbeitsort genauso wie als Ruhe- und Erholungsoase dienen. Auch wenn der Geschäftsreisende im Schnitt 30 Prozent mehr für sein Zimmer ausgibt als der Urlaubsreisende, ist das Angebot zumeist nicht „besser“. So fehlt es oft an den Basics, die ein angemessenes Arbeiten sowie einen angenehmen Aufenthalt sicherstellen. Ein Hotel, das sich auf die Herausforderung der Business-Gäste spezialisiert hat und dies auch sehr gut umsetzt, ist das „Hoxton Hotel“ in London. Neben den mit modernster Technik ausgestatteten Konferenzräumen bietet das Haus seinen Gästen „Private Offices“, ausgestattet mit Schreibtisch, drahtlosem Internetzugang, Fernseher und Business-Service.

Hotel und Zimmer – Zuhause auf Zeit

Neben der Anforderung, das Hotelzimmer als vollwertiges Büro mit kostenfreiem  WLAN-Anschluss, Drucker und Kopierer nutzen zu können, müssen auch die privaten Bedürfnisse abgedeckt werden. Dabei wünschen sich die Geschäftsreisenden neben einer „persönlichen Betreuung“ eine vernünftige Matratze, Zimmerservice und im besten Fall eine Kaffeemaschine zur kostenfreien Entnahme. Da ein schöner Tag mit einem guten und reichhaltigen Frühstück beginnen sollte und untertags oft die Zeit für eine vernünftige Mahlzeit fehlt, ist das natürlich auch ein wichtiger Punkt. Auch freut sich der Business-Gast von heute über eine Auswahl an aktuellen Tageszeitungen und Zeitschriften sowie  kostenlosen Zugang zum Sport- und Wellness-Bereich. Wie bei allen Gästegruppen sollte auch bei wiederkehrenden Geschäftsreisenden auf besondere Wünsche und Bedürfnisse geachtet werden. Ob das zweite Kissen zum Schlafen, die Jogamatte zur Entspannung oder die Satirezeitung, die Ihrem Gast in der Früh ein Lachen entlockt.

Hotelpersonal – dein Freund und Helfer

Bei Dingen, bei denen zuhause Freunde zu Rate gezogen werden, muss auf Reisen ihr Personal zur Verfügung stehen. So sollten Informationen mit Gestaltungsmöglichkeiten für die Freizeit vorhanden sein. Dazu zählen Restauranttipps, Jogging-Möglichkeiten, Einkaufsgelegenheiten genauso wie die Nummer des late-night-Friseurs oder Personal-Trainers.

TeddyWelche besonderen Wohlfühlfaktoren bieten Sie für Ihre Businessgästen?

Ob der Goldfisch im Glas, als stiller Begleiter für den Aufenthalt, der kleine Teddy, der auf dem Kopfkissen sitzt, damit das Bett nicht so groß ist, oder die Docking-Station mit Lautsprecher für den I-pod. Der Luxus, sich zuhause zu fühlen, muss nicht gleich ein Vermögen kosten. Oft reichen kleine Details, die den Unterschied machen. Das besondere „Zuckerl“: Ein kleines Highlight könnte der „besondere Gepäck-Service“ sein. Nicht nur in der Zeit zwischen Check-out und Abreise, sondern in der kompletten Zeit bis zum nächsten Aufenthalt können die Gäste ihr Gepäck hinterlegen. Bei Ankunft hängt die Kleidung dann bereits gewaschen und gebügelt im Schrank.

Fragen kostet nichts

Unterhalten Sie sich mit ihren Geschäftsreisenden über deren Erwartungen an das Hotel. Erfahren sie die geheimen Wünsche ihrer Gäste und versuchen sie, diese nach Möglichkeit umzusetzen. Geben Sie Ihren Gästen die Möglichkeit, ganz konkrete Wünsche zu äußern. Ihre Gäste werden es Ihnen danken.

Wer fragt, bekommt Antworten

 

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