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Finanzzeitung

Ausflug in die Welt der Finanzen … Wenn man sich ein wenig intensiver umschaut, stellt man fest, dass es seit geraumer Zeit eine immer intensivere Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Finanzierung ohne Banken“  gibt. Basel II und Basel III vorverurteilten den privaten Hotelier immer öfter. Die Kreditlücken wachsen, die Bearbeitungszeiten bei Banken stiegen an, für den Privathotelier wird es immer schwieriger, Finanzierungen für Wachstum zu erreichen. Und wenn dann noch das Unternehmen schwächelt oder infolge der Finanzkrise (Schweizer Franken Finanzierung) akut in Probleme gerät, dann wird das Unternehmen von der Hausbank als Risikokunde eingestuft. Die Geldhäuser verlangen höhere Zinsen, noch mehr Sicherheiten und an sogenanntes „frisches Kapital“ ist nicht mehr zu denken. (Bild: Martin Rüger (regüR), auch Spezialist für Küchenböden)

Dabei werden Kontokorrentrahmen schnellstens zurückgefahren und die dringend benötigte Liquidität wird dem Unternehmen entzogen. Sie kennen das auch??? Sie haben ähnliche Erfahrungen gemacht? Der Traum, was die meisten Unternehmer im Innersten antreibt: der Drang nach Freiheit, der Wunsch etwas Eigenes zu entwickeln und voranzubringen, Entscheidungen eigenverantwortlich und autonom zu treffen, gehört ab diesem Zeitpunkt der Vergangenheit an. Vorbei ist es mit der unternehmerischen Freiheit!

Als Berater im Bereich Finanzierung- und Unternehmenssanierung weiß ich, was es heißt, wenn die Hausbank „Nein“ sagt, wenn das Unternehmen nur noch gerettet werden kann durch eine Neufinanzierung, wieviel Zeit, schlaflose Nächte und Nerven Bankensuche verbraucht, wie die Familien belastet werden bis eine neue Bank gefunden und ein Forderungsverzicht ausverhandelt ist ...

Daher: Unternehmerische Freiheit bedeutet, finanziell unabhängig zu sein!

Ich treffe eher immer seltener Privathoteliers, wo es gegenüber der Hausbank nicht eine gravierende Vertrauenskrise gibt. Dabei reagieren die Geldhäuser immer öfter destruktiv bis gnadenlos.

GeldErst in jüngster Vergangenheit hatte ich ein Beratungsmandat im Ländle: Ursache „Schweizer Franken Finanzierung“. Alleine von 2009 bis 2014 verlor der Hotelier in Folge des Kursverlustes CHF einen Betrag von mehreren 100TEURO. Im Herbst 2014 wurde der Hotelier dann von seiner Hausbank in ein Stop Loss Order mit der Aussage „Das wird jetzt gemacht“ hineingedrängt. Tatsächlich war die Stop-Loss Order allerdings kein Instrument zur Verlustbegrenzung, sondern zur Verlustmaximierung, denn die Bank verkaufte im Januar 2015 nicht bei dem vereinbarten Kurs CHF 1,19 sondern bei CHF 0,98 und belastete das Girokonto des Unternehmers mit einem weiteren sechsstelligen Betrag, nämlich der Kursdifferenz, das dadurch natürlich von einer Minute zur anderen Minute in die totale Überziehung geriet! Exitus!

Das darauf folgende Bankgespräch führte nur zur Aussage: "Entweder sie führen das KK Konto zurück oder sie melden Insolvenz an!" 8 Wochen später erfolgte die Kündigung aller Kreditverbindlichkeiten! Glücklicherweise konnte ich ihm helfen und nach 5 Monaten schlafloser Nächte – es drohte der Verlust der gesamten Existenz - fährt er jetzt mit Frau und Kind eine Woche in Urlaub – zur Nervenpflege, denn er hat keine Bankenschulden mehr! (Bild: Sabine Wieckström, http://www.fotocommunity.de/fotografin/sabine-wieckstroem/774495)

Haben Sie ähnliche Erfahrungen?

Es geht auch ohne Banken. Noch nie gab es für Selbstständige und Unternehmen so viele Finanzierungsquellen wie aktuell.

Sauna, Meerblick, wanderbares Deutschland aber auch Städtereisen bringen Rendite. Ob Ferienhotels in deutschen Urlaubsregionen oder Stadthotels. Sie sind in der Zwischenzeit als Geldanlage gefragt. Die niedrigen Zinsen und die daraus resultierenden Schwierigkeiten für Anleger, ihr Kapital gewinnbringend anzulegen, verändern den Markt. Immer mehr Unternehmer gehen deshalb bei der Finanzierung neue Wege. Banken sind bei Kapitalbedarf immer öfter verzichtbar – selbst für kleine Hoteliers oder sogar Einzelkämpfer, für die Anleihen und Börsengänge ohnedies nicht in Frage kommen.

Als Hotelier können Sie Stammkunden und professionelle Investoren, Freunde und Bekannte, Kunden und Anleger, Stammkunden über Genussrechte bis Mitarbeiterdarlehen und „Sale und lease back“ als Kapitalgeber gewinnen. Sehr oft wird das Darlehen mit einem Naturalzins versehen und ist dabei für die Investoren eine interessante Option mit einem positiven Nebeneffekt. So zum Beispiel eine Winzerin an der Mosel: „Die Leute haben Freude daran, ihre Rendite zu trinken!" Ein Systemgastronom im Bayerischen finanzierte sein Unternehmen mit Genussrechten: 3 Prozent Zinsen. Wer mindestens 5000 Euro überweist oder sich die Zinsen in Verzehrgutscheinen auszahlen lässt, bekommt 4 Prozent. Auch ein Anteilsverkauf (Minderheitsbeteiligung) kann ein lohnender Verzicht sein, um seine „Unabhängigkeit von Banken“ zu bewahren.

Aber auch MARKETING Kapital einwerben bei anonymen Geldgebern im Internet – Cowd-Finanzierung hilft nicht nur, Geld fürs Geschäft zu bekommen, sondern kann auch als Werbung dienen. Meine Erfahrung: Wegen strenger Kapitalvorschriften werden Geldhäuser “immer risikoaverser“, insbesondere wenn es mal schlecht läuft. Daher sind sie häufig für den Hotelier kein guter Partner. Genussrechte dagegen geben dem Anleger einen Anspruch auf  Entgelt für ein Darlehen, das er einem Unternehmen gewährt. Kennzeichen ist die Beteiligung am Gewinn.

DownloadWelche Möglichkeiten Sie als Hotelier oder Gastronom nutzen können, um ohne Banken an Finanzierungen zu kommen, fasst unser Download für Sie zusammen - hier klicken!

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