Positionierung

Ins neue HoGa-Jahr 2026 schnuppern - zwischen KI-Kochlöffel und Realitätssinn

Trends 2026 Ins neue HoGa-Jahr 2026 schnuppern

Das Jahr 2026 ist gerade einmal ein paar Tage alt – und doch wollen wir alle schon wissen, was kommt, was bleibt und was wir besser lassen sollten. Schließlich müssen Investitionen geplant, Entscheidungen getroffen und Budgets verteilt werden. Gleichzeitig macht die Dauerwarteschleife aus Politik, Wetter und Weltlage wenig Lust auf Zukunft. Der Optimismus hat Schnappatmung. Doch genau das dürfen wir uns nicht leisten.
 

Statt Glaskugel hilft ein realistischer Blick auf die Trends – und vor allem auf das, was davon im echten HoGa-Alltag wirklich umsetzbar ist.
 

Die Trends 2026 in Hotellerie und Gastronomie sind klar benannt – doch was davon ist wirklich relevant für den unternehmerischen Alltag? Zwischen Künstlicher Intelligenz, Nachhaltigkeitsdruck und neuen gastronomischen Konzepten stehen viele Betriebe vor strategischen Entscheidungen. Die Unternehmermanufaktur wirft einen realistischen Blick auf die wichtigsten HoGa-Trends 2026, ordnet sie ein und zeigt, welche Entwicklungen Substanz haben – und wo gezieltes Handeln jetzt entscheidend wird.


Trends 2026 in Hotellerie und Gastronomie – was wirklich zählt

Zwischen KI, Nachhaltigkeit und neuen Gastronomiekonzepten: Die Unternehmermanufaktur ordnet die wichtigsten HoGa-Trends 2026 ein und zeigt, welche Entwicklungen für Ihren Betrieb relevant sind – und wo jetzt Handlungsbedarf besteht.

KI, bitte empfehlen! – Oder: Wer nicht sichtbar ist, findet nicht statt

Trend: Künstliche Intelligenz & Hyper-Personalisierung
Die KI verspricht personalisierte Gästeerlebnisse, dynamische Preise und automatisiertes Gästemanagement. Vom Licht im Zimmer bis zur Lieblings-Yogamatte – alles angeblich schon eingestellt, bevor der Gast „Hallo“ sagt.

Meine Meinung: Volle Zustimmung – mit Nachdruck.
KI ist kein Zukunftsthema mehr, sie ist Betriebssystem unserer Branche. Schon heute nutzt jeder dritte Reisende KI für die Reiseplanung, fast jeder zweite verlässt sich bei der Buchung auf KI-Empfehlungen. Und Google? Hat die klassische Suche in großen Teilen Europas bereits auf KI-Modus umgestellt.

Die unbequeme Wahrheit:
Es reicht nicht mehr, digital sichtbar zu sein. Die KI muss Sie empfehlen.
 

  Frage an Sie:
Ist Ihre Website GEO-optimiert (Generative Engine Optimization)?
Wissen Sie, wie Inhalte aussehen müssen, damit KI-Systeme Ihr Hotel oder Restaurant überhaupt berücksichtigen?

Wenn Sie hier zögern, ist das kein Vorwurf – aber ein klarer Handlungsauftrag. Wer 2026 nicht KI-lesbar ist, wird schlicht überlesen.

Nachhaltigkeit: Zwischen Idealismus und Kassensturz

Trend: Nachhaltigkeit & Dekarbonisierung
Weniger Plastik war gestern. Heute geht es um Energieeffizienz, Lieferketten, Food Waste und regenerative Landwirtschaft.

Meine Antwort: Jein – und das sehr bewusst.
Nachhaltigkeit ist nicht nur eine Haltung, sondern vor allem eine Rechenaufgabe.
Sinkende Margen, steigende Kosten und Investitionsdruck lassen wenig Spielraum für Idealismus.

Natürlich: Wenn es wirtschaftlich machbar ist, handeln Unternehmer nachhaltig.
Aber am Ende entscheidet oft nicht die Vision, sondern der Preis pro Kilowattstunde.

Fakt ist jedoch:
Nachhaltigkeit ist kein Trend mehr, sondern Betriebsrealität.
Nicht weil sie sexy ist – sondern weil Gäste, Banken und Gesetzgeber sie einfordern.
Die Frage ist also nicht ob, sondern wie smart und schrittweise sie umgesetzt wird.


Technik rettet nicht alles – aber ohne Technik wird’s eng

Trend: Technologische Integration & Automatisierung
IoT, moderne PMS-Systeme und digitale Prozesse sollen den Personalmangel abfedern.

Meine Haltung: Das ist kein Trend. Das ist überfällig.
Wer investieren konnte, hat längst umgestellt.
Wer es noch nicht getan hat, weiß zumindest: Der Weg führt genau dorthin.

Digitale Prozesse sind kein Selbstzweck. Sie schaffen Zeit – und Zeit ist aktuell die knappste Ressource in Hotellerie und Gastronomie.
Technik ersetzt keine Gastfreundschaft, aber sie schafft den Raum dafür.


Gesund essen – aber bitte zielgruppengerecht

Trend: Functional Food & personalisierte Ernährung
Proteinreich, ballaststofflastig, fermentiert – Essen als Gesundheitsvorsorge.

Meine Antwort: Jein – und zwar aus Erfahrung.
Ja, viele Gäste achten bewusster auf Ernährung.
Nein, nicht jeder will beim Sonntagsbraten seine Makros tracken.

In vielen Betrieben wird gutbürgerliche Küche mit regionaler Seele geliebt – und das völlig zu Recht. Erfolgreiche Unternehmer hören nicht auf Trends, sondern auf ihre Zielgruppe.

Meine Empfehlung:
Nicht jeden Trend mitmachen – aber gezielt integrieren, wo er zur eigenen DNA passt.


Dry January ist vorbei – der Trend bleibt

NoLo Getränke

Trend: Low & No Alcohol
Alkoholkonsum sinkt, alkoholfreie Alternativen gewinnen an Bedeutung.

Meine Einschätzung: Absolut richtig – mit Einschränkung.
Der Verzicht auf Alkohol ist Realität.
Dass fermentierte Säfte und Botanicals automatisch zum Standard werden, eher nicht.

Aber: Kreativität ist jetzt Umsatztreiber.
Die Zahlen zeigen klar: 2025 lag das Verhältnis in vielen Betrieben bei 75 % Speisen zu 25 % Getränke. Problematisch, denn Getränke bringen die höhere Marge.

Frage an Sie:
Wie spannend ist Ihre alkoholfreie Karte wirklich?
Und wie sehr lädt sie zum zweiten Getränk ein?


Kulinarik 2026: Zwischen Feuerstelle und Fermentglas

Die KI fasst es treffend zusammen – und ich unterschreibe: 2026 liebt das Echte, das Handwerkliche, aber auch das Neugierige.

Die stärksten kulinarischen Strömungen:
Kulinarik
•    Back to Basics & Live-Fire Cooking
  Feuer, Holz, Rauch – Reduktion mit Wow-Effekt.
•    Fibermaxxing & Protein-Fokus
  Ballaststoffe und natürliche Proteinquellen 
  rücken ins Zentrum.
•    Fermentation & Pantry Upgrades
  Kimchi, Miso, Umami statt Schwere.
•    Hyper-lokal vs. globales Streetfood
  Direkt vom Feld – oder direkt aus Seoul.

Alt gegen neu? Nein. Regionalität trifft Weltneugier.
 

Erlebnisgastronomie: Der Teller allein reicht nicht mehr

Trend: Immersive Dining & Inszenierung
Restaurants werden zur Bühne, Essen zum Event.

Meine klare Meinung:
Gastronomie war schon immer Erlebnis – aber jetzt wird sie bewusst inszeniert.
Nicht für jeden Betrieb, nicht für jede Zielgruppe. Aber für viele ein entscheidender Differenzierungsfaktor.

Warum?
Weil Erlebnisse nicht lieferbar sind.
Und genau darin liegt 2026 die Antwort auf Home Delivery & Convenience.
 

Fazit: Trendwissen reicht nicht – Umsetzung entscheidet

Trends sind keine To-do-Liste.
Sie sind Einladungen zum Nachdenken.

Die entscheidenden Fragen lauten:

•    Was passt zu meinem Betrieb?
•    Was zahlt auf meine Wirtschaftlichkeit ein?
•    Und wo verliere ich 2026 Sichtbarkeit, wenn ich nichts tue?

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich strategisch mit KI, Digitalisierung, Positionierung und Angebotsentwicklung auseinanderzusetzen.

Wenn Sie dabei Unterstützung wollen – praxisnah, realistisch und ohne Buzzword-Bingo – dann lassen Sie uns ins Gespräch kommen.

Die Zukunft wartet nicht. Sie bucht woanders!

Herzlichst
Ihre 
Brunhilde Fischer

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