Am Ufer meines Ozeans

Am Ufer meines Ozeans

Wie pflegen Sie Ihre Gedanken richtig?

Schon in unserer frühen Kindheit wird uns beigebracht, wie wichtig Körperpflege, Körperhygiene und Körperfitness sind. Täglich sollen wir darauf achten. Wir lernen, unsere Hände regelmäßig zu waschen, die Zähne zu putzen oder die Nägel zu schneiden. Es wird uns wiederholt, dass wir unsere Muskeln trainieren sollen, dass Bewegung für die Gesundheit notwendig sei.

Zusammengefasst: Wir eignen uns viele Dinge an, um ein produktives und glückliches Leben zu führen.  (Bild: WavebreakmediaMicro_Fotolia.com)

Was tun Sie für die Pflege Ihrer Gedanken? Ihrer Gefühle?

Bei  Ihrer Geburt haben Sie ein hochwertiges und äußerst leistungsfähiges Instrument mit in die Wiege bekommen: Ihr Gehirn. Wurde Ihnen damit auch eine Gebrauchsanweisung geliefert?

Erinnern Sie sich: Sie saßen sicherlich schon einmal an einem feinen Sandstrand, vor der unendlichen Wasserfläche eines Ozeans. Sie waren beeindruckt von seiner Kraft. Doch das Schlingern seiner Wellen wirkte auf Sie beruhigend und entspannend. Manchmal ist diese Wasseroberfläche glatt wie ein Ölteppich. Sehr schnell jedoch, wenn Sturm und Wind aufkommen, wandelt sie sich in eine furiose Masse, die über das Ufer tritt und alles zerstört.

Genauso ist es mit Ihrem persönlichen Ozean! Wie - Sie haben keinen?

Schauen Sie ein bisschen tiefer in sich hinein. Sie werden ihn entdecken! Wie oft setzen Sie sich an sein Ufer und lassen sich von seinen Wellen schaukeln? Wie oft nehmen Sie sich die Zeit, ihn einfach zu beobachten?

Was meint er damit werden Sie sich fragen?

Ganz einfach: Ihre ganz persönliche Innenwelt gleicht einem Ozean voller Gedanken und Gefühle, voller Erinnerungen und Träume, voller Wünsche und Hoffnungen. Ist dieser immer ruhig? Oder wandelt er sich, ähnlich wie bei stürmischer See, in einen Ort um, an welchem wir die Schattenseite aller schönen Gedanken und Gefühle erleben – Ängste und Sorgen, Trauer und Leid, Reue und Verzweiflung,  Albträume und Verletzungen. Immer wieder scheinen diese dunklen Gedanken und Gefühle regelrecht über uns hereinzubrechen und uns zu überwältigen. Manchmal gehen solche Gefühle schnell wieder vorbei. Wir sagen dann: Ich hatte heute einen schlechten Tag am Arbeitsplatz, vielleicht einen „dummen Streit“ zu Hause oder Stress wegen eines Auftrittes vor einer Mitgliederversammlung. Manchmal blasen wir auch einen oder zwei Tage lang Trübsal ohne wirklich zu wissen, warum.

Doch manchmal handelt es sich um hartnäckigere Sachen. Dann glauben wir, dass diese zu unserem Wesenskern gehören, den wir sowieso nicht ändern können. Und weil wir nur wenig oder sogar gar  keine Möglichkeiten sehen, diese belastenden Dinge zu verändern, unternehmen wir auch nichts dagegen.

Nur stimmt das wirklich?

Nein, sagen die Neurowissenschaftler. Mittlerweile ist es bewiesen, dass unser Gehirn nicht, wie lange vermutet, eine unveränderliche Hardware ist, sondern eine umwandelbare Masse, die sich bis ins hohe Alter auf verblüffende Weise umgestalten lässt.

Und noch etwas: Es ist auch bewiesen, dass Stress unsere Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen oder Problemlösungen zu finden, regelrecht sabotiert. Die Verbindung zwischen den Gehirn-Synapsen wird durch Stress einfach unterbrochen und hindert uns somit, sinnvolle und nachhaltige Lösungen für unsere täglichen Probleme zu finden.

Unter StressNun, was sagt der Hotelier dazu?

Er, der von morgens bis abends unter Strom  steht. Wann und wie soll er in  dieser schnelllebigen Zeit Ruhe finden, um seinen inneren Ozean zu beobachten und über seinen allgemeinen Zustand nachzudenken? Das geht einfach nicht! (Bild: alphaspirit_Fotolia.com)

Wie bitte? Das geht nicht?

Heißt es nicht so schön in unserer Branche:  Geht nicht, gibt´s nicht?

Oh doch,.das geht schon! Wie vieles im Leben ist es eine Frage des Trainings.

Der Erfolg beginnt im Kopf und das Glauben daran versetzt Berge.

Was benötigen Sie dazu? Laut dem US-Medizinprofessor, Dr. Daniel Siegel, ist es das Allererste, die Gabe der inneren Sicht zu entwickeln (Mindsight). Mit Mindsight können Sie sich von geistigen Mustern befreien, die Sie hindern, Ihr volles Potenzial zu leben.

SucheWas ist Mindsight?

Mindsight bedeutet Ihre Aufmerksamkeit nach innen zu lenken, um sich der inneren Abläufe Ihres eigenen Geistes bewusst zu werden. Es bedeutet innezuhalten und sich quasi selbst „beim Denken zuzuschauen“. Damit können Sie sich innere Prozesse bewusst machen und den „Autopiloten“, mit all seinen tief verwurzelten Verhaltensmustern und gewohnheitsmäßigen oft schädlichen Reaktionen abschalten. (Bild: trueffelpix_Fotolia.com)

Ein Beispiel: Welche Wirkung hat es, wenn Sie denken „ ich bin wütend“ und welche hat es wenn Sie denken „ich empfinde Wut“? So ähnlich die beiden Gedanken auf den ersten Blick erscheinen, besteht doch ein sehr großer Unterschied: Mit der Aussage „Ich bin wütend“ definieren Sie sich selbst und zwar auf eine sehr einschränkende Art und sind Bestandteil des Geschehens.

GlueckshandMit dem Gedanken „ich empfinde Wut“ hingegen zeigen Sie, dass Sie erkannt haben, also beobachtet, dass die Wut nur ein momentanes Gefühl ist. Sie sind nicht Schauspieler Ihres eigenen Theaters sondern Zuschauer. Indem Sie ein Gefühl im Inneren wahrnehmen, es zulassen und ihm zuhören, was es Ihnen zu sagen hat, können Sie durch das Annehmen dieses Gefühls dieses auch wieder loslassen. (Bild: Jeannette Dietl_Fotolia.com)

Mit Mindsight gewinnen Sie also mehr Abstand, mehr innere Klarheit und fangen somit an, Ihr Leben gesünder und glücklicher zu gestalten.

Fangen Sie sofort an zu trainieren … es lohnt sich!

Herzlichst
Ihr Didier Morand

 

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