Nachhaltigkeit - Wie funktioniert sie in der Hotellerie?

Nachhaltigkeit - Wie funktioniert sie in der Hotellerie?

Warum Sie Nachhaltigkeit Aufmerksamkeit schenken sollten:

Das Thema Nachhaltigkeit ist derzeit hochaktuell. Immer mehr Menschen sind sensibilisiert für einen nachhaltigeren Lebensstil, aber leider sind wir noch weit von einem idealen Zusammenspiel sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Aspekte entfernt. Dennoch muss und kann jeder einen Beitrag leisten. In diesem Blogbeitrag lesen Sie, wie Nachhaltigkeit im gastronomischen Bereich funktionieren kann.

Um unsere Umwelt zu schützen, muss jeder von uns etwas tun. Jeder Mensch auf dieser Welt ist für seinen Teil dafür verantwortlich. Nachhaltigkeit in der Hotellerie bedeutet, dass weniger Lebensmittel verschwendet werden und die Arbeit daher wirtschaftlicher ist. Es ist jedoch nicht nur der Umweltfaktor selbst, der Nachhaltigkeit zu einem Problem für Gastronomen macht - es wird auch zunehmend von Gästen gefordert, die sich seit einiger Zeit mit diesem Thema befassen. Deshalb haben sie unterschiedliche Anforderungen und wählen auch ihre Gastro-Unternehmen und Hotels genauer aus. Null Abfall ist die Einstellung, mit der Kunden heutzutage gewonnen werden. Die Tatsache, dass Sie Wert auf Nachhaltigkeit legen, ist entscheidend für das Image Ihres Hotels.

Regionale Lebensmittel liegen im Trend
Trend: Regionale Lebensmittel  (pixabay)

1. Transparenz

6 von 10 Verbrauchern weltweit möchten wissen, woher ihre Lebensmittel stammen. Ein aufkommender Trend im Jahr 2021 ist daher die Bedeutung von Transparenz. Das neue Ziel der Lebensmittelindustrie sind "saubere Etiketten", eine Zutatenliste, die die Verbraucher verstehen und aussprechen können. Wir erwarten für 2021 mehr Transparenz, nicht nur in Bezug auf die Zutaten, sondern auch in Bezug auf Ethik und Umwelt. Dies ist sehr wichtig, wenn Sie in Ihrem Restaurant nachhaltigere Gerichte servieren. Wenn klarer angegeben wird, welche Inhaltsstoffe in einem Produkt enthalten sind und woher das Produkt stammt, ist es viel einfacher, nachhaltig einzukaufen. So sehen Sie auf einen Blick, ob das Produkt vegetarisch ist und aus der Region stammt. Sie können dann sicher sein, dass Sie nachhaltige Produkte servieren und sicherstellen, dass die Gerichte vegetarisch sind.  

Wichtig für Ihre Positionierung: Stellen Sie auf Ihrer Speisekarte klar heraus, dass die Produkte regional gekauft wurden, das gefällt den Gästen.  

Vermeiden Sie aktiv Plastikmüll bei To-Go-Angeboten
Vermeiden Sie bei To-Go Plastikbehältnisse (pixabay)

2. Lieferung und To go

In einigen Restaurants wurden die Lieferung und das to go-Geschäft ausschließlich aus Gründen der Notwendigkeit gestartet, um während des Lockdowns noch einen Teil des Umsatzes zu erzielen. Während es bei der Bestellung von Speisen vor der Corona häufig um Pizza oder Burger ging, bestellen die Leute zunehmend hochwertige Mahlzeiten, die normalerweise nur in einem guten Restaurant serviert werden. In diesen High-End-Liefermahlzeiten steckt viel Potenzial. Die Gäste erkennen jetzt, wie schön es manchmal sein kann, köstliche Gerichte zu servieren, während sie bequem in ihrem eigenen „Speisesaal daheim“ sitzen. Natürlich vermisst jeder die Gemütlichkeit eines Restaurants, aber dieser Trend wird sicherlich lange anhalten!

Wichtig dabei ist eine nachhaltige Verpackung. Eine Alternative ist zumindest der Gebrauch von Papier- oder Bambusverpackungen statt Styropor oder Plastik, besser noch sind Pfandsysteme von Mehrweggeschirr. Das können Weckgläser sein oder Firmen, die per App Kunststoffschalen anbieten, die langlebig sind.

A la carte Angebote
À la carte zur Lebensmittelreduzierung (pixabay)

3. À la carte schlägt Buffets

Es ist viel hygienischer, à la carte zu servieren, als ein Buffet zuzubereiten. À-la-carte-Gerichte werden daher 2021 über Buffets siegen. Dies spiegelt sich hauptsächlich in Hotels, aber auch in der Gastronomie wider. A la carte ist nicht nur Corona-sicherer, sondern reduziert auch die Lebensmittelverschwendung erheblich. Die Augen sind oft größer als der Magen, so dass die Gäste mehr auf den Teller schöpfen, als sie essen können. Dann verschwindet all dieses Essen wieder im Mülleimer. Außerdem bleibt oft Essen auf dem Buffettisch, das am Ende des Tages weggeworfen werden muss. Wenn Sie also à la carte servieren, sparen Sie viel beim Essen. Darüber hinaus können Sie auch besser auf die Wünsche Ihrer Gäste eingehen. Es ist viel einfacher, kleine Anpassungen an Gerichten vorzunehmen, die Sie à la carte servieren. Gut für die Zufriedenheit der Gäste!

Wichtig dabei ist, zu kommunizieren, dass Sie kein Buffet aus Gründen der Nachhaltigkeit anbieten, Stichwort Storytelling!

4. Konzentrieren Sie sich auf die Stärkung des Immunsystems

Mehr als zuvor finden die Gäste eine Ernährung, die zur Stärkung des Immunsystems beiträgt, wichtig. Natürlich hat fast jeder Angst, sich mit dem Corona-Virus anzustecken. Daher verstehen die Gäste zunehmend die Bedeutung gesunder Lebensmittel. 6 von 10 Verbrauchern weltweit suchen zunehmend nach Lebensmitteln, die ihre Gesundheit unterstützen. Darüber hinaus gibt jeder Dritte an, dass die Bedenken hinsichtlich der eigenen Gesundheit im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 zugenommen haben werden. Inhaltsstoffe, die das Immunsystem unterstützen, werden daher im Jahr 2021 populärer. Besonders genug Gemüse und Obst sind wichtig für ein gutes Immunsystem. Geben Sie daher auf Ihrer Karte an, wie viele Gramm Obst und Gemüse ein Gericht enthält. Die empfohlene Tagesmenge beträgt 250 Gramm Gemüse und 2 Stück Obst. Vollkorn ist auch wichtig. Bieten Sie daher eine Vollkornvariante von Nudeln oder Brot an.

Lokale & Pflanzliche Produkte sind gefragt
Saisonale & pflanzliche Produkte sind gefragt (pixabay)

5. Nachhaltig mit einer Story

Die Gäste erkennen zunehmend die Bedeutung der Nachhaltigkeit und legen daher Wert auf eine nachhaltige Mahlzeit. 72% der Deutschen sind besorgt über das Klima und ein Drittel aller Befragten überspringt das Fleisch bewusst an einem oder mehreren Tagen in der Woche. Und die Zahl der Vegetarier ist in den letzten 2 Jahren um 50% gestiegen! Im Jahr 2021 wird die Nachfrage nach nachhaltigen Gerichten daher nur noch weiter zunehmen. Besonders die nachhaltigen Gerichte mit einer Story. Die Gäste wissen es zu schätzen, wenn das Catering-Personal erkennen kann, woher die Produkte stammen und welche Auswirkungen das Gericht auf die Umwelt hat. Im Jahr 2021 werden weitere Gerichte mit einer klaren, nachhaltigen Geschichte auf der Speisekarte stehen. Durch die Erwähnung, dass Gerichte mit lokalen Produkten aus der Saison zubereitet werden, wird dem Gast klar, dass es sich um ein nachhaltiges Gericht handelt. Die Gäste, die auf Nachhaltigkeit achten, entscheiden sich eher für dieses Gericht.

6. Pflanzlich

Ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Ernährung ist die pflanzliche Ernährung, die daher einen herausragenden Platz auf der Speisekarte einnimmt. Wir alle wissen inzwischen, dass Fleisch umweltschädlich ist. Viele vegetarische Produkte wirken sich aber auch negativ auf unseren Planeten aus. Betrachten Sie zum Beispiel Milch oder Käse. Auf diese Weise werden bei der Herstellung von 1 Liter Milch 3,2 kg CO2 freigesetzt. Für 1 Kilo Käse benötigen Sie bereits 9 bis 10 Liter Milch. Außerdem müssen die Käse oft monatelang reifen, was auch viel Energie kostet. Käse ist sicherlich nicht gut für die Umwelt. Deshalb sehen wir zunehmend, dass Milch durch ein pflanzliches Produkt ersetzt wird. Viele Kräuterprodukte sind bereits auf den Markt gekommen und die Auswahl ist riesig! Der Ersatz hat aber auch jeweils eigene Auswirkungen auf die Umwelt. Beispielsweise setzt die Produktion von 1 Liter Reismilch 1,5 kg CO2 frei. Und um 1 Liter Mandelmilch zu produzieren, werden noch 325 Liter Wasser benötigt. Wenn Sie Hafermilch wählen, können Sie sicher sein, dass die Auswirkungen auf die Umwelt am geringsten sind!

7. Konkrete Ideen zur Nachhaltigkeit

Ökostrom vollumfänglich nutzen
100% Ökostrom anstreben! (pixabay)

mit dem Ziel, Lebensmittelversorgung gesünder und nachhaltiger zu gestalten ohne die Zufriedenheit der Gäste zu verringern!

  • 100% Ökostrom
  • Fernwärmeabnahme ermitteln der CO²-Bilanz.
  • Klimaschutzprojekte unterstützen
  • Kopierpapier kettenweit auf Recyclingpapier umstellen
  • Alle Druckmittel, wo möglich, werden auf Recyclingpapier produziert
  • Einwegbecher für Kaffee werden abgeschafft, auch in den Wellnessbereichen
  • Plastiktrinkhalme werden ersetzt
  • Beim Frühstück ausschließlich palmölfreie Produkte einführen
  • kostenlose Elektroaufladeparkplätze
  • Bienenzucht auf den Dächern.
  • keinerlei Verpackungsmaterialien wenn möglich
  • Wo möglich „Tagen im Grünen“ an, also Businessmöglichkeiten im Sommer im Biergarten
  • Batterien abschaffen und auf wiederaufladbare Akkus setzen

Herzlichst
Ihr Nicky-Alexander Böhmcke

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