Ziele erreichen, Veränderungen meistern

Ziele erreichen, Veränderungen meistern

Zielerreichung: Wie gelangen Sie an Ihre Ziele

Ende Oktober durfte ich ein Seminar über „Mentales Selbstmanagement“ halten. Im Raum: aufmerksame Teilnehmer - alle im Alter zwischen 25 und 35 Jahren. Da staunte ich. Jüngere Menschen suchen nach neuen Erfolgswegen, möchten sich mit einem eher ungewöhnlichen Thema auseinandersetzen und sind bereit, ihre Denkweise umzustellen.
 
Ziele erklimmen (fotolia / Daniel Prudek)
Ziele erklimmen (fotolia / Daniel Prudek)


Am spannendsten und erkenntnisreichsten fanden sie das Thema „Zielerreichung“.
Folgende Grundfragen wurden ihnen zu Beginn des Seminares gestellt: 
 
  • In welchem Bereich Ihres Lebens streben Sie eine positive Veränderung an?
  • In Ihrem Beruf? Ihren Beziehungen? Ihrem gesundheitlichen Wohlgebinden?
  • Haben Sie bereits konkrete Zielvorstellungen wie, Sie dies umsetzen wollen?
Wohl über kein Thema gibt es mehr Selbsthilfebücher und Trainingskurse wie über das Thema „erfolgreiche Zielerreichung“. Sie alle versprechen, dass es mit Hilfe der vermittelten Tipps und Techniken ganz einfach sein wird, seine Lebenswünsche zu erfüllen. Doch oft gelingt es vielen nicht. 
 
Statistiken zeigen es:
90 % der Menschen, bei Firmen sind es rund 50%,
erreichen aus unterschiedlichsten Gründen Ihre gesteckten Ziele nicht!
 
Bei einer solchen Aussage könnte man provokant folgende Frage stellen:
 
Sind unsere Vorstellungen über Ziele und wie man sie erreicht, unvollständig
oder gar schlicht falsch?  Sind Ziele ein reines Missverständnis?
 
 

Warum garantieren Ziele allein keinen Erfolg?

Der Selbstmotivations-Experte Dr. Stefan Frädrich kommt zu dem Schluss: „Ziele sind Quatsch“.  
Ziele seien völlig überbewertet und für viele Menschen oft reiner Selbstzweck oder ein Alibi, um das Gewissen zu beruhigen. Wer sich nur auf das Erreichen von Ergebnissen, nicht aber auch auf den Weg und die nötigen persönlichen Wachstums-Prozesse konzentriert, wem der Sinn seines Tuns und die grundsätzliche Richtung fehle, der ist zum Scheitern verurteilt. Ziele sind dann eine wertvolle Orientierungshilfe für konkrete Entwicklungsprozesse und Handlungen, wenn sie in den Gesamtkontext des eigenen Lebens eingebettet werden.
 

Warum funktioniert Wunsch-Denken nicht?

Sich seiner eigenen Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden ist zwar wichtig, reicht aber nicht aus, um Erfolg zu haben. In den letzten Jahren haben Bestseller-Bücher, welche das Gesetz der Anziehung simpel thematisiert haben, bei Millionen von Lesern die Hoffnung geweckt, es genüge, sich etwas zu wünschen, um es zu bekommen. Dahinter steht die Vorstellung, dass das Universum wie ein Bestellkatalog funktioniert, wenn man es durch positive Gedanken aktvieren kann. Der Haken an der Sache ist, dass die geistigen Gesetze universell gültig sind und nicht einfach für individuelle Belange „benutzt“ werden können.
 

Warum „Positive Thinking“ das Gegenteil bewirkt?

Ziele verwirklichen (Photo by Samuel Zeller on Unsplash)
Ziele verwirklichen (Samuel Zeller on Unsplash)


Jahrzehntelang wurde „Positive Thinking“ (positives Denken) als Voraussetzung gesehen, um Ziele zu erreichen, Veränderungen zu bewirken und Erfolg zu haben. Gedanken wie „Ich schaffe alles – egal was passiert!“ können gefährlich sein. Der Psychotherapeut Dr. Günter Scheich meint, dass positives Denken nicht selten das Gegenteil bewirkt, weil verdrängte Probleme und Realitätsverluste die Zielerreichung regelrecht sabotieren.
 
Ok, nachdem alles dargestellt wurde, was nicht geht, welches ist dann das Geheimnis erfolgreicher Zielsetzung?
 
Ein „smartes“ Ziel ist schnell gesetzt. Doch was tun, wenn die grundsätzliche Richtung unklar ist oder die Vision, Motivation und das Selbstbewusstsein fehlen? Herausragende Menschen wissen, dass es nicht auf die Details der Zielformulierung und Umsetzungs-Strategie, sondern auf den inneren Zustand ankommt.
Dieser innere Zustand wird „STATE OF MIND“ genannt. Er könnte in der Umgangssprache auch als „Tageslaune“ bezeichnet werden.
 
Geist (Energie) -  Bewusstsein (Stimmung) - Gedanke (Denken)
 
bilden eine harmonische und wirksame Einheit. 
 
Befindet sich diese Einheit in einem Tief, = Low State of Mind, entstehen destruktive,
pessimistische Gefühle, Unklarheit, Fokus-Mangel und Unentschlossenheit. 
 
Dominiert  im Gegenteil ein Hoch, = High State of Mind, kommen konstruktive Sichtweise, optimistische Gefühle, Klarheit, Fokussierung, Motivation und Entschlossenheit zum Vorschein.
 
Fazit: Befinden wir uns bei einer Zielsetzung oder Veränderungsplanung in einem niedrigen mentalen Zustand, fehlen die 3 wesentliche Dinge, die zu einer erfolgreichen Umsetzung führen:
 

Klarheit

Das bedeutet, sich des eigenen Potenzials bewusst zu werden und eine stimmige Vorstellung über Sinn, Richtung und Ziel zu entwickeln.  Unklarheit und Orientierungslosigkeit sind Ausdruck eines niedrigen mentalen Zustands. Fühlen wir uns energielos und ist unsere Stimmung im Keller, dann gewinnen negative Gedanken schnell die Oberhand. Ähnlich einem See, in dem aufgewühlter Schlamm das klare Wasser trübt, kann ein mit „Gedanken-Müll“ belasteter Geist keine klare Ziel-Vision von der Zukunft entwickeln.

Fokussierung

Das bedeutet, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und ein Ziel solange zu verfolgen, bis man es erreicht hat. Sind wir in einem niedrigen mentalen Zustand, lassen wir uns leicht ablenken, verlieren die Orientierung, verzetteln uns in Nebensächlichkeiten und verschwenden unsere Energien sowie Ressourcen. Frust und Misserfolge sind die logische Folge. Erfolgreiche Menschen und Unternehmen hingegen zeichnen sich vergleichbar einem Laserstrahl durch Bündelung der Kräfte auf ein klares Ziel hin aus.

Entschlossenheit

Zielerreichung: Klarheit, Fokussierung, Entschlossenheit (fotolia / PointImages)
Mit Entschlossenheit Ziele erreichen (fotolia / PointImages)

Das bedeutet, nicht beim Wunsch stehen zu bleiben, sondern eine klare Entscheidung für ein Ziel zu treffen. Dabei wird der feste Entschluss gefasst, alles dafür zu tun, um die Ziel-Vision auch zu realisieren. Bei den berühmten Shaolin-Mönchen lautet ein Grundsatz: „Lerne Dinge ganz zu tun oder  ganz zu lassen!“. Um scheinbar mühelos mehrere Ziele mit der bloßen Hand durchzuschlagen, ist nicht nur das Ziel, sondern die absolute Entschlossenheit und die Selbstverpflichtung entscheidend für den Erfolg.

Fazit

Genauso wie die jungen Seminarteilnehmer werden auch Sie sich folgendes fragen:
 
Wenn 90% der Menschen Ihre Ziele nicht erreichen, was machen die 10%, die ihre gesetzten Ziele erreichen, anders?
 
  • Sie haben eine sogenannte „Roadmap“ ausgearbeitet und halten sie vor Augen
  • Sie machen sich einen „Schrittweiseplan“ und kalkulieren Probleme mit ein
  • Sie erzählen anderen vertrauten Menschen von ihren Zielen und bitten um Hilfe
  • Sie freuen sich auf die Vorteile, die die Zielerreichung für sie hat
  • Sie belohnen sich für Fortschritte und zeichnen sie auf
 
Genau diese Schritte haben wir im Seminar praktisch umgesetzt. Die persönlichen Erkenntnisse und damit verbundenen Ergebnisse sorgten bei der „Youth“ zuerst für Verwunderung, dann für wahre Begeisterung.
 
Interessante Seminare zu diesem Thema:
 
Herzlichst
Ihr
Didier Morand
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Dankeschön!

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