Die Geschichte der UMA-Jahresmottos! - Teil I

Die Geschichte der UMA-Jahresmottos! - Teil I

Wie unsere Jahresmottos entstanden sind

Die Unternehmermanufaktur für Hoteliers und Gastronomen feiert ihr 10-jähriges Bestehen. Und sie feiert auch ihre Traditionen. Eine davon ist die Entwicklung eines Jahresmottos. Es wird immer durch einen unterschiedlich gestalteten Baum repräsentiert. Warum ein Baum, haben einige gefragt? Warum ein Jahresmotto, so andere? Hier lesen Sie die Geschichten dazu!

Es war Sommer 2012. Wie immer, ist das Sommerloch im Juli und August eine ruhigere Zeit für uns HoGa-Berater. Die Hotels und Gastronomien haben Hochsaison und weniger Zeit für Beratungen. Daher mehr Zeit für mich, über die Weiterentwicklung und Positionierung des eigenen Unternehmens intensiver nachzudenken.

Wie ein Sommertag zu einer Tradition wird!

Wie Sie wissen, ist die Positionierung eines Unternehmens und die Entwicklung von Alleinstellungsmerkmalen eine meiner Herzensangelegenheiten in der Beratung. Und ja, das gilt auch für mich, für mein Unternehmen.

Von jeher liebe ich Symbolik. Ich finde Symbole, Sinnbilder, die für bestimmte Eigenschaften stehen, eindrucksvoll. Sie fördern die eigene Kreativität, die eigene Vorstellungskraft, sie inspirieren, sie beflügeln, sie geben Orientierung, sie ermöglichen Weiterentwicklung. Alles Dinge, die Sinn stiften. So saß ich da im Sommer 2012, in meinem geliebten Garten und betrachtete die üppigen Sommerbäume. Prachtvoll, stark, voller Leben.

So will ich mein Unternehmen haben, dachte ich. So wollen Unternehmer ihre Unternehmen sehen. Prachtvoll, stark, voller Leben. Ein Baum stellt dies dar – ein Symbol für Kraft, Energie, langes Leben. Auch ein Symbol für ein Unternehmens-Haus in/auf dem viele und vieles Platz hat. Und immer unterschiedlich, unverwechselbar, einmalig. Die Idee, einen Baum als Sinnbild für ein Unternehmen und ein Jahresmotto zu verwenden, war geboren. Doch fragte ich mich: Wie immer wieder ein neues Jahresmotto in Verbindung mit einem Baum finden? Und wie sollte sich das über die Jahre entwickeln?

Noch war nicht alles klar.

In diesen Sommertagen wurden auch die gesammelten Ideen für zukünftige Seminar-Themen in Text gefasst. Ein Thema beschäftigte mich dabei, seit einem Radiobericht bei einer Autofahrt, sehr intensiv. Der wachsende Mitarbeitermangel - es elektrisierte mich. Für 2025 wurde ein Mangel von ca. 6 Millionen Mitarbeiter:innen in allen Branchen Deutschlands, aufgrund der demografischen Entwicklung, vorausgesagt. Meine inneren Alarmglocken sprangen auf rot. Mir war sofort klar, das wird ein scharfer Wettbewerb um Arbeitskräfte. Jede Branche wird versuchen die am Markt verfügbaren Arbeitnehmer für sich zu gewinnen.

Und einen starken Mitarbeiter:innenmangel gab es bereits 2012 in der Hotellerie und Gastronomie!

Sofort begann ich mit Überlegungen. Was können wir, die Unternehmermanufaktur mit ihren Möglichkeiten tun, um Mitarbeiter für die Kolleg:innen in der Hotellerie und Gastronomie zu bekommen, bzw. zu halten? Ich wollte das Thema sofort aufgreifen, um die Unternehmer dafür deutlich stärker zu sensibilisieren. Was war tun? Meine Antwort darauf war: Mitarbeiter mussten stärker denn je beachtet und ihre Bedürfnisse erkannt werden, um sich als Arbeitgeber langfristig attraktiv für die Mitarbeiter zu machen.

Und so machte ich den ersten Schritt in einer nun zehnjährigen Tradition. Ich lege das erste Jahresmotto fest und kommunizierte dieses ein ganzes Jahr lang verstärkt an die Branche.

Ich wollte die Hoteliers und Gastronomen bewusst und gezielt darauf ansprechen. Dazu sollten Leitfäden geschrieben, Tools entwickelt werden. Das Thema sollte prominent durch unser Marketing kommuniziert werden, ins Bewusstsein der Branche dringen.

Das erste Motto der UMA für das Jahr 2013 stand! Neun weitere sind bis heute gefolgt.

 

2013 Jahr des Mitarbeiters

Fair-Trauen schaffen – Sinnhaftigkeit verdeutlichen – Respekt vermitteln. Diese Eigenschaften schaffen den Nährboden für ein gutes Mitarbeiterklima.

Der Stamm und die Äste geben weitere Hinweise für einen attraktiven Arbeitgeber:

  • Personalkosten planen, Führung kultivieren, Fehler- und Lernkultur leben, Stärken als Arbeitgeber identifizieren!
  • Zertifizierter Arbeitgeber werden, Trainer im eigenen Betrieb sein, Mitarbeiter entwickeln und befähigen!

Das Thema ist jetzt, 2022, aktueller denn je! Doch damals ahnte ich noch nicht, dass es 2020 – 8 Jahre später – einen Mangel-Beschleuniger in unserer Branche geben wird.

Was ich jedoch im Laufe der Jahre 2012 und  2013 erkennen konnte, war, dass Unternehmer:innen, insbesondere in kleineren, privat geführten Betrieben, sich kaum von ihren operativen Aufgaben lösen konnten. Teils aus Mitarbeitermangel, jedoch auch teils aus Gewohnheit und Selbstverständnis. So wurde im Sommer 2013 das Motto für das nächste Jahr geboren: Jahr des Zeitbewusstseins!

 

2014 Jahr des Zeitbewusstseins!

Die Unternehmermanufaktur und ihre Berater sind vorrangig für mittelständische, privat geführte Hotels und Gastronomien tätig. Das heißt, dass viele Betriebe Traditionsbetriebe sind, in denen die/der Unternehmer:in auch gleichzeitig (bzw. zeitweise) Küchenchef, oder/und Servicemitarbeiter oder/und Rezeptionsmitarbeiter, gelegentlich auch Etagenmitarbeiter ist. Lebenszeit ist gleichzeitig Arbeitszeit. Man lebt und arbeitet im und für den Betrieb!

Das hat ein eigenes Selbstverständnis: von sich selbst, von seinem Arbeitsinhalt, von seiner Rolle im Betrieb und im Leben. Dieses Selbstverständnis zu hinterfragen ist für keinen Menschen einfach. Erst recht nicht, wenn man in einer täglichen, 10- bis 14-stündigen Mühle von Aufgaben, Pflichten und Herausforderungen steckt.

Ich habe selbst erfahren, wie wichtig es ist, sich selbst zu hinterfragen, sich und seine Bedürfnisse bewusst zu kennen und benennen zu können. Insbesondere wenn man die Orientierung vor lauter Aufgaben und Pflichten verliert!

Durch das Jahr des Mitarbeiters habe ich erkannt, dass wir nur eine Seite der Medaille beachten. Und dem/der Unternehmer:in nochmals, sozusagen on top, Aufgaben/Pflichten mitgegeben. Dabei stellte sich immer wieder die Frage, wann die neuen Aufgaben noch bewältigen. So kam die Erkenntnis, dass auch die Zeiteinteilung und das Selbstverständnis der Unternehmer:innen, jedoch auch der Mitarbeiter, unbedingt Beachtung finden muss. Das Motto 2014 stand fest!

Auch hier wolle ich bewusst machen, dass alles seine Zeit hat:

-eine Unternehmer-Zeit – für Weiterentwicklung

-eine Positionierungs-Zeit – für Weiterarbeiten am Unternehmenswert

-eine Mitarbeiter-Zeit – für Loslassen, Abgeben an Mitarbeiter:innen und Führen dieser.

 

Und in den Ästen des Baumes kann man so einige wichtige Begriffe erkennen. Dass es auch eine Zeit zum Leben, Genießen, Träumen und für sich selbst geben muss.

Denn nur ein Gleichgewicht zwischen allen Teilen kann den langfristigen Erfolg sichern!

Und wie das so im Leben ist – das eine ergibt das nächste!

In einem Gespräch mit einer Jungunternehmerin wurde ich gefragt, was denn sehr erfolgreiche Unternehmen ausmacht und, wie schaffen es andere Unternehmer nicht so viel operativ zu arbeiten, sondern eher kreativ an der Weiterentwicklung des Unternehmens zu wirken?

Nun, die Antwort ist nicht einfach. Sehr viele Einfluss-Faktoren spielen eine enorme Rolle. Doch ein Wort ist in meinem Gedächtnis hängen geblieben. Weil es einen Teil der Antwort ausmacht – kreativ sein!

Ich habe in den Wochen nach der Fragestellung viel darüber nachgedacht, was genau „erfolgreich kreativ sein“ heißt. Mein Wissensdrang ließ mir keine Ruhe…

 

2015 Jahr des kreativen Marketings!

So recherchierte ich und stieß auf das Thema „kreatives Marketing“ und das Schlagwort der „Magic Moments“ entlang der Gästereise. Ein ideales Instrument, um weitere Alleinstellungsmerkmale innerhalb der Positionierung zu entwickeln und um Seminare und Leitfäden zu ergänzen. Es wurde immer deutlicher, dass Gäste sich nach dem Besonderen, dem Unvergesslichen, dem Einmaligen sehnten. Und so führte es zu einem Jahr des kreativen Arbeitens am Gästenutzen.

Dabei wurde auch immer klarer, dass nicht einzelne "Magic Moments" entlang der Gästereise das Unvergessliche ausmachen, sondern ganzheitliche Konzepte, die unvergesslich berühren und den Gast zum Wiederkommen bewegen. 

Aus diesen Überlegungen und Erkenntnissen heraus wurde im Sommer 2015 für das kommende Jahr 2016 das Motto der emotionalen Berührungspunkte in die Welt gebracht.

 

2016 – das Jahr der emotionalen Berührungspunkte

Im September 2015 entstand dann zeichnerisch unser schwingender Baum dazu, der Kreise zieht. Mir war klar, hier geht es um Resonanz. Ein wichtiges, elementares Marketing-Instrument!  Doch was ist Resonanz in der HoGa, fragte ich mich? Wie entsteht sie? Wie kann ich sie entwickeln?

Magic Moments sind begeisternd, jedoch nicht wirklich nachhaltig. Gäste erinnern sich an einen bestimmten schönen Moment während ihres Aufenthaltes. Doch kommen sie deswegen wieder? Ist es nicht eher der gesamte Aufenthalt, der sie zum Wiederkommen bewegt? Der sie Empfehlungen aussprechen lässt? Von der Webseite, die ihre Versprechungen einlöst, bis zur herzlichen, authentischen Verabschiedung mit der Bitte um Wiedersehen?

Resonanz heißt mitschwingen! Hier passen Gast und Gastgeber zueinander. Genau das ist Positionierung in ihrer reinsten Form. Wer das erreicht hat, ist angekommen! Und doch bleibt nichts für immer stehen…

Der Alltag, die Routinen, die Gier nach immer Neuem, nach Noch-nicht-Erlebtem, der hochdynamische Veränderungsprozess, getrieben durch die Digitalisierung und Social Media, hat meinen Fokus wieder auf die Unternehmer:innen gelenkt. Sie sind diejenigen, die das alles erschaffen (müssen). Doch es ist so wenig Zeit dafür…

Ein nochmaliger Fokus auf unsere Kolleginnen und Kollegen schien mir angebracht. Und so kam es zu nachfolgendem Jahresmotto.

 

2017 – Jahr der Unternehmerinnen und Unternehmer

Als wesentliche, primäre Aussage habe ich für dieses Motto nachfolgenden Spruch gewählt:

„Als Unternehmer:innen arbeiten Sie AN Ihrem Unternehmen, nicht notwendigerweise IN Ihrem Unternehmer.“

Will heißen, die Weiterentwicklungsarbeit an dem Unternehmen, das Unternehmen wertvoll zu machen für den Nachfolger, ist Ihre primäre Aufgabe! Denn nach wie vor wird in unserer Branche zu viel im Unternehmen, statt am Unternehmen gearbeitet.

Das soll nicht besserwisserisch klingen, sondern unterstützend. Zu wissen was das eigene Unternehmen wertvoll macht, wie die Kennzahlen aussehen, was die materiellen und immateriellen Werte sind – das sind Aufgaben, die Fortbestand garantieren.

 

Es ist der erste Baum, den ich mit Wurzeln darstellen ließ. Denn vieles was wertvoll ist in unseren Betrieben und Familien speist sich aus Traditionen und unseren Wurzeln. Das macht uns einzigartig, authentisch und unverwechselbar!

Die eigenen Werte zu kennen und Zukunfts-Visionen zu haben – das sind Aufgaben, die einen Unternehmer auszeichnen. Gewinn erzielen ist ein Teil davon!

Für all diese Aufgaben hat die UMA in diesem Jahr verstärkt Kommunikation betrieben, sensibilisiert, und entwickelt. Auch hierzu stehen Ihnen unsere Leitfäden und Tools, wie zum Beispiel der Positionierungsleitfaden, kostenlos zur Verfügung.

 

Und wieder war es Sommer.

Es war ein heißer Sommer 2017! Ich erinnere mich mit Grauen an die überhitzten Hotelzimmer und schlafen bei über 30°Celsius. Ich sehnte die zwei ruhigeren, kreativen Sommer-Monate herbei und die Momente im Garten, mit Blick auf die kräftigen, schattenspendenden Bäume. Und die Stunden, in denen ich an der Zukunft arbeiten durfte. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine weiterführende kreative Idee für unser Jahresmotto 2018. Sonst hatte ich oft schon zwischendurch Mal anknüpfende Ideen, doch diesmal war alles anders. Das sich 2018 so einiges verändern wird, hatte ich noch nicht im Gefühl.

 

Lesen Sie in meinem nächsten Blogartikel, wie es mit den Inspirationen für die nächsten fünf Jahresmottos (2018 bis 2022) weiterging.

Ich hoffe sehr, ich kann Sie mit meinen Ideen inspirieren, um Ihren Kreativraum zu öffnen und an Ihrer Zukunft zu arbeiten.

Herzlichst

Ihre

Brunhilde Fischer

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